Kostbare Schätze der Natur

Michaela Lechner ist Pflanzenheilkunde-Expertin und Referentin an der AKADEMIE kinesiologiebewegt. Sie unterrichtet die Diplomausbildung Pflanzenheilkunde sowie die Vertiefungskurse "Frauenheilkunde", "Naturkosmetik", "Pflanzliche Antibiotika" etc.

 

Sie ist zudem Kinesiologie- und Cranio-Sacral-Praktikerin sowie Unternehmensberaterin mit eigener Praxis in Steyr.

 

Lernen Sie Michaela in unserem Interview persönlich kennen!


1) Was waren deine Beweggründe, dich so intensiv mit der Pflanzenheilkunde zu beschäftigen und diese Richtung auch beruflich einzuschlagen?

 

Ein einschneidendes Erlebnis hatte ich in 2013, als ich mir versehentlich eine Kanne frisch gebrühtes Wasser von der linken Hüfte abwärts über mein gesamtes Bein schüttete. Ich riss mir die Kleider vom Leib, sprang in die Dusche und brauste mich kühl ab, doch der Schmerz und die großflächig geröteten Hautstellen waren bereits da und wuchsen weiter. Mir kam kurz der Gedanke, einen Arzt bzw. das Krankenhaus aufzusuchen. In ebendiesem Moment erinnerte ich mich an mein „rotes Öl“, das mir eine Marktschreierin bei meiner Reise in die Provence ein oder zwei Jahre zuvor mitgegeben hatte mit dem Verweis, dass dieses Öl bei Verbrennungen aller Art helfen würde.  Diese Flasche holte ich aus dem Schrank, leerte mir ein wenig vom Inhalt in meine Hände und massierte es ins Bein ein. Der brennende Stechschmerz wurde kurz darauf stumpfer, die geröteten Stellen verblassten relativ rasch und nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei, ich war vollkommen beschwerdefrei. Daraus gewann ich die für mich wesentliche Erkenntnis, dass Pflanzen sehr viele Kräfte in sich bergen, ein Schatz für uns Menschen, der unbedingt gehoben werde möchte. 

 

Seitdem schürfe ich in dem Wissensschatz rund um Pflanzen und ihre Wirkung. Ich lese dazu viel Literatur, gehe in die Natur und beobachte die Pflanzen in ihrem Jahreskreislauf. Mich interessiert auch der Bereich „Altes Wissen“, also welche Bedeutung Pflanzen in früheren Zeiten beigemessen wurde. Wenn ich heutzutage irgendwo auf Reisen bin gehören ätherisches Lavendelöl sowie Johanniskrautöl, das Rotöl, zu meiner Standardausstattung. Das Lavendelöl ist auch in meinem Alltag steter Begleiter und ich habe schon sehr hilfreiche Erfahrungen mit dem Öl bei Insektenstichen, Verbrennungen beim Bügeln, uvm. machen dürfen. 

 

2) Was ist das Schönste für dich in der Beschäftigung mit Pflanzenheilkunde? Was möchtest du deinen Teilnehmerinnen besonders näherbringen und mitgeben? 

 

Das Wissen um die Pflanzen ist eine immerwährende sprudelnde Energiequelle für mich. Dieser Quell wird sich nicht erschöpfen. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, sich der Natur zu nähern und ihr zu begegnen, dass sich für jeden Menschen der für ihn geeignete Zugang finden lässt: Pflanzenbeobachtung in der Natur, Pflanzenfotografie, phytotherapeutisches Wissen, pflanzliche Wirkungen im Bereich von Blütenessenzen, meditieren mit Pflanzen, Pflanzen in der Küche verarbeiten, sie in kosmetischen Rezepturen verwerten, uvm. Diese Erkenntnis vermittle ich auch meinen TeilnehmerInnen. In meinen Kursen erhalten diese Einblick in verschiedenste Annäherungsmethoden. Sie bekommen ein Rüstzeug mit auf den Weg, wie sie mit Pflanzen arbeiten können und wählen den für sie passenden Zugang für ihre weiteren Erfahrungen und Entwicklungsprozesse aus.     

 

3) Welche persönlichen Erfolge und Erlebnisse hattest du schon mit der Pflanzenheilkunde? 

 

Neben meinem „Beginnerlebnis“ in 2013 machte ich viele weitere ausgezeichnete Erfahrungen. Ich habe verschiedene persönliche Blütenmischungen für mich zu verschiedenen Themenstellungen ausprobiert und bin von ihrer Wirkung begeistert. Diese setze ich heute auch vermehrt in meiner kinesiologischen Praxistätigkeit ein und erhalte sehr gutes Feedback von meinen KlientInnen. In Erkältungszeiten hole ich mir Unterstützung von Thymian und Lavendel und bei Zahnfleischentzündungen greife ich beispielsweise auf Gurgelwasser mit Blutwurz- und Salbeitinktur zurück. Meine Sonnenpflege für meine sensible Haut bereite ich aus naturkosmetischen Rezepturen oder aus Rezepten der Grünen Kosmetik zu. Ich habe den Eindruck, dass meine Haut damit eine „gesündere“ Bräune bekommt, es fühlt sich einfach wohltuender und nährender an.    

 

4) Und zum Abschluss noch ein persönlicher Tipp von dir als Expertin zur Stärkung des Immunsystems: 

 

Zur Unterstützung des Körpers mache ich derzeit meine alljährliche Knoblauch-Zitronenkur. Von der selbst angesetzten Mischung trinke ich jeden Tag ein Schnapsglas bzw. mische diese Portion mit Kurkumapulver und schwarzem Pfeffer. Ich trinke die Flüssigkeit auf nüchternen Magen. Ab und an nehme ich abends ein Vollbad und tropfe mir etwas Thymianöl in die Wanne, um meine Atemwege zu stärken. Dazu braucht es zur besseren Wirksamkeit einen Emulgator wie beispielsweise Schlagobers, Essig oder Salz.  

 

Jetzt fangen die Frühlingspflanzen an zu sprießen. Sie enthalten viele wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe wie Bitterstoffe, die unsere Magensäfte anregen aber auch Schwefelverbindungen, die uns beim Ausscheiden von belastenden Stoffen gute Dienste erweisen können. Wer einen Garten hat, kann etwas Löwenzahn-, Giersch- oder Schafgarbenblätter sammeln und in Aufstrichen oder Salaten verwerten. 

 

Weitere Informationen finden Sie auf Michaela´s Website unter 

https://www.michaela-lechner.at/



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