Das Johanniskraut

Im Juni haben viele Pflanzen farbenprächtige Hochsaison. Der längste Tag und die kürzeste Nacht begegnen sich zu eben dieser Zeit, konkret am 20. Juni. Dies ist die Phase, wo uns das getüpfelte Johanniskraut (Hypericum perforatum) sein Antlitz präsentiert. Diese krautige Pflanze wächst bis zu 90cm hoch. Sein harter Stängel lässt zwei gegenüberliegende „Kanten“ erkennen, wenn man diesen berührt. Dieses Merkmal ist wesentlich, um es von anderen wirkungsarmen Johanniskrautarten zu unterscheiden. Bemerkenswert sind die dunkel punktierten Blätter, die mit durchschimmernden Öldrüsen besetzt sind und so den Eindruck perforierter Blätter erzeugen. Wundervoll anzusehen ist die kräftig gelbblühende Blüte, die ebenfalls mit schwarz wirkenden Drüsen überzogen ist. Beim Zerreiben der Blüten und Blätter tritt eine charakteristische rote Farbe hervor. Das Wirkspektrum des Johanniskrauts ist beachtlich. Es gilt als wundheilend und entzündungshemmend, es wird bei leichten Brandverletzungen wie Sonnenbrand aufgetragen. Innerlich eingenommen wirkt es mild antidepressiv. Gerade für die lichtarme Jahreszeit kann das Johanniskraut so für eine innewohnende Leuchtkraft sorgen.  

Johanniskrautöl: Dein Helfer bei Sonnenbrand

Das Johanniskrautöl ist einfach selbst herzustellen: Die oberen Blüten und Blätter werden an einem trockenen und sonnigen Vormittag unmittelbar vor und während der Blütezeit geerntet. Das Pflanzengut zerkleinern und locker in ein Schraubglas füllen. Olivenöl bis zum Glashals auffüllen und das Gefäß mit einem Tuch verschließen, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Die Mischung an einen dunklen warmen Ort stellen und etwa zwei Wochen ausziehen lassen. Immer wieder leicht schütteln, um die Inhaltsstoffe gut herauszulösen. Abschließend das Öl durch ein Passiertuch filtrieren und in dunkle Gläser abfüllen. Nach Bedarf verwenden. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0